CDU will Dorfschulen im Stadtgebiet erhalten

Die Unterrichtsqualität ist gut

Nach dem Aus für die Uerzeller Grundschule will Schuldezernent Matthias Zach nun auch noch die Grundschulen in Marjoß und Hintersteinau schließen. Die Steinauer CDU-Fraktion lehnt diese Schließungen ab und fordert die örtlichen Sozialdemokraten zum gemeinsamen Widerstand gegen die Pläne der Kreisregierung auf.

„Die Unterrichtsqualität in den kleinen Dorfschulen ist gut und die Schüler gehören auf den weiterführenden Schulen regelmäßig zu den Besten eines Jahrgangs. Solange ausreichend Kinder vor Ort sind und die Lehrerzuweisung sichergestellt ist, gibt es keinen Grund zu weiteren Schulschließungen“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Tobias Betz und sein Fraktionskollege Christoph Schneider aus Marjoß. Die Eltern wüssten, dass ihre Kinder in den örtlichen Schulen gut aufgehoben sind. Die Hintersteinauer hätten sich bereits frühzeitig für die Erhaltung ihrer Schule entschieden und auch selbst angepackt. „Ein Schulneubau in Eigenleistung der Dorfgemeinschaft ist wohl einmalig im ganzen Kreis“, ergänzt die Hintersteinauer CDU-Stadtverordnete Ilona Kress. Nach dem Rückzug des Schlüchterner Amtsgerichts wäre dies der nächste Verlust für den ländlichen Raum. Im Steinauer Stadtgebiet gäbe es dann nur noch die beiden Schulen in Ulmbach und Steinau.

Die endgültige Entscheidung über die Schließung weiterer Grundschulen treffe der Kreistag. Die CDU-Kreistagsfraktion lehne die Pläne der Koalition aus SPD, Grünen und Freien Wähler ab und setze sich für die Erhaltung der wohnortnahen Grundschulen ein. Der CDU-Kreistagsabgeordnete Tobias Betz: „Im Interesse der Kinder und Eltern sollten wir uns gemeinsam für die Erhaltung der kleinen Grundschulen im Stadtgebiet einsetzen. Wenn die anderen drei Steinauer Kreistagsabgeordneten Heinz Lotz, Sonja Senzel und Alexander Happ die Pläne ihres Koalitionspartners ablehnen, dann wackelt die knappe Mehrheit für die Schließung weiterer Schulen im Kreistag ganz gewaltig.“ Der Steinauer SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Link müsse dies seinen Parteifreunden nochmals klar machen. Wenn es Link gelinge, seine Leute zu überzeugen die Steinauer Interessen höher als die Interessen der Kreis-SPD zu gewichten, dann wären wir einen großen Schritt weiter. Denn auch aus dem Sinntal und Bad Soden-Salmünster gäbe es Widerstand.

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