Marjößer sollen mit Verkaufsbude vertröstet werden

Die Marjoßer Schutzhütte in Richtung Mernes ist schon seit Jahren ein Thema im südlichsten der Steinauer Stadtteile und immer noch nicht gebaut, obwohl sich alle eingespannten Akteure (Ortsbeirat, Verwaltung und Bürger) eigentlich stets einig waren.

Nun sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden: Wie die Verwaltung mitteilte, sollen an der „Lahmekaute“, wie das Areal im Marjoßer Volksmund genannt wird, noch im Jahr 2013 Bodenplatten verlegt werden, auf die dann eine Schutzhütte, die eigentlich für den Steinauer Schlosshof angedacht war, gesetzt werden.

Auch hier zeigt die Verwaltung, dass sie durchaus pragmatisch und sparsam handeln kann. Nichtsdestotrotz hat das Vorgehen mehr als einen faden Beigeschmack: Über Jahre hinweg wurde der Marjoßer Beirat von der Verwaltung hingehalten. Ortsvorsteher wurden mit in die Verwaltungsarbeit einbezogen, Ergebnisse blieben bisher immer aus. Nun möchte der Magistrat eine schlichte Verkaufsbude den Marjoßern zur Verfügung stellen, obwohl einst 5.000 € für die Maßnahme im Haushalt der Stadt Steinau niedergeschrieben waren.

Der Ortsbeirat Marjoß tagte am Dienstagabend und machte parteiübergreifend seinem Unmut Luft. Nach all dem Warten sollen die Marjoßer einen Verkaufsstand an Ihren gewünschten Grillplatz bekommen? Hier macht es sich die Verwaltung zu einfach. Nach fast einem Jahrzehnt Diskussion soll eine Lösung kommen, mit der die wenigsten Marjoßer leben können?

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