Protest gegen Schulschließung

Die Hintersteinauer laufen Sturm gegen die vom Kreis angedachte Schulschließung. Schüler, Eltern sowie zahlreiche der Schule verbundene Bürger sind gestern Abend zu einer Protest-veranstaltung zusammen gekommen.

Von Fritz Christ

Der Elternbeirat der Grundschule Hintersteinau hatte gestern Abend kurzerhand zu einer Protestveranstaltung gegen die Pläne von Kreisschuldezernenten Matthias Zach (Grüne), die Grundschule in Hintersteinau zu schließen, aufgerufen.

Dabei wurde deutlich, dass die örtliche Schule den Hinter-steinauern eine Herzensangelegen-heit ist. Hunderte von Bürgern sowie die Schüler mit ihren Eltern waren gekommen, um sich gegen die Schließungspläne zur Wehr zu setzen. „Kein Aus für unsere Schule“ war auf einem am Schulgebäude befestigten großen Transparent zu lesen. Mit zahlreichen Plakaten mit Aufschriften wie „Wir wollen nicht, dass diese Schule geschlossen wird“, „Wir brauchen diese Schule“ oder „Stirbt die Schule, stirbt das Dorf“ protestierten Kinder und Erwachsene gegen die Schließungspläne.
Christine Bär-Fehl, Sprecherin des Elternbeirats, freute sich in ihrer Begrüßung über die gute Resonanz der Protest-veranstaltung. Wie sie sagte, gelte es, sich gegen die Schließung zur Wehr zu setzen. „Wir lassen uns das nicht einfach gefallen“. Sie verweist darauf, dass die Schule in Hintersteinau in 1996 durch viel Eigeninitiative und Eigenleistung durch viele freiwillige Helfer neu gebaut worden sei. Zudem werde qualitative hervorragende Arbeit geleistet, dies sei erst im vergangenen Jahr bei der Schulinspektion wieder festgestellt worden. Besonders verurteilt wird, dass man über die Schließungs-pläne aus der Zeitung erfahren habe.

Diesbezüglich zeigte sich auch Steinaus Bürgermeister Walter Strauch (SPD) enttäuscht über Kreisbeigeordneten Zach. So könne man nicht miteinander umgehen. „Die Hintersteinauer Schule ist ein Vorzeigeobjekt bürgerlichen Gemeinsinns. Sie ist in Eigenleistung gebaut worden und darf nicht geschlossen werden“, sagte Strauch. Man dürfe den ländlichen Raum nicht noch mehr verkommen lassen. „Ich kämpfe für den Erhalt der Grundschulen in Hintersteinau und Marjoß“, betonte Strauch.

„Es gilt, sich über die Parteigrenzen hinweg für den Erhalt unserer Schule einzusetzen“, sagte der Hinter-steinauer Ortsvorsteher Alexander Link. „Wir können nicht nur eine Schule bauen, wir müssen sie auch erhalten“ rief Link den Versammelten unter großem Applaus zu. Er habe bereits in Telefongesprächen gegenüber Landrat Pipa und Schuldezernent Zach seinem Unmut Luft gemacht. „Wir müssen Zeichen setzen“, so Link. Schulschließungen bewirkten noch eine Verstärkung des demografischen Wandels. Auch Tobias Betz rief in seiner Funktion als Kreistagsabgeordneter zum Widerstand auf. „Hier wird eine gute pädagogische Arbeit geleistet“, sagte der ehemalige Ortsvorsteher und Lehrer Karl-Wilhelm Weimann. Hunderte von Bürgern trugen sich in eine Unterschriftenliste für den Erhalt der Schule ein.

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Auf eine große Resonanz stieß gestern Abend in Hintersteinau eine Protestveranstaltung gegen die beabsichtigte Schließung der örtlichen Grundschule.

3 Gedanken zu „Protest gegen Schulschließung

  1. Silke Lang

    Jawoll…mal schauen wie es weiter geht…der Artikel heute in der Zeitung bedeutet für mich nur das sie uns erst mal still legen und wenn wir denken es hat sich erledigt dann kommt der nächste Schlag…..aber wir werden bereit sein…und damit meine ich die Bürger von Hintersteinau…legt euch mit uns an…wir währen uns und geben nicht auf..

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  2. Michelle Glienke

    Leider habe ich es gestern abend nicht geschaftt, hoch an die Schule zu kommen…in der hintersteinauer Grundschule sind die Schüler gut, das Miteinander wird gelebt, die Größeren helfen den kleineren…wo gibt es das heute sonst noch…das wir-Gefühl wird erlernt…die Kinder kommen somit gut sozialisiert in die weiterführenden Schulen…das hilft der ganzen Gesellschaft…dies sollte der Allgemeinheit etwas wert sein…aber scheinbar kommt es auf diese Dinge nicht an…sonst wäre die Schließung verschiedener kleiner Schulen gar nicht erst gefällt worden…

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  3. Silke Lang

    Ich finde das eine große Sauerrei…das lassen wir uns nicht gefallen…was soll das …wird alles nieder gemacht was man aufgebaut hat…es ist kein Wunder wenn die Leute keine Kinder mehr bekommen wollen…es werden ja ein auch nur Steine in den Weg gelegt…Kommt die Schule weg…ziehen noch mehr Menschen aus den kleinen Dörfern weg…aber das will man verscheinlich…das ist genauso wie mit den kleinen Landwirten …die gibt es ja auch kaum noch in den Dörfern…..Und dann sollen unsere Kinder nach Wallroth in die Schule ?..Das ist ja noch bekloppter…die Schule wäre erstens dann zu klein also müsste angebaut werden…und sie müsste ja auch noch saniert werden…es ist kein Turnraum da….usw usw……da brauch man sich garnicht zu fragen wo unser ganzes Geld hin geht bei so einer bescheuerten entscheidung …eine gut laufende Schule wie Hintersteinau zu schließen…..

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