Schlagwort-Archiv: Grundschulen

Ulmbacher Bilzbergschule nun mit Ganztagesangebot

An der Bilzbergschule im Steinauer Stadtteil Ulmbach wurde für die Ganztagsbetreuung der Schulkinder eine neue Küche mit Essensraum eingerichtet. Für 70.000 Euro wurde in den Sommerferien die alte Lehrküche umgebaut. Auch der Förderverein der Ulmbacher Bilzbergschule unterstützt die Mittagsbetreuung der Schulkinder.

Kreistag entscheidet über Zukunft der Grundschulen in Hintersteinau und Marjoß

Nachdem seit einigen Wochen das Mediationsergebnis vorliegt, steht am Freitag, 21.12.2012, ab 9:00 Uhr die Entscheidung des Kreistags über die Zunkunft der Grundschulstandorte in Hintersteinau und Marjoß aus. Die Sitzung ist öffentlich und die Tagesordnung finden Sie hier.

Die aktuelle Beschlussvorlage sieht die Einrichtung von „Verbundschulen“ vor. Damit künftig nicht der größere Schulstandort über die Schließung der kleinen Zweigstelle entscheiden kann, hat die CDU-Kreistagsfraktion einen Änderungsantrag eingebracht.

 

Protest gegen Schulschließung

Die Hintersteinauer laufen Sturm gegen die vom Kreis angedachte Schulschließung. Schüler, Eltern sowie zahlreiche der Schule verbundene Bürger sind gestern Abend zu einer Protest-veranstaltung zusammen gekommen.

Von Fritz Christ

Der Elternbeirat der Grundschule Hintersteinau hatte gestern Abend kurzerhand zu einer Protestveranstaltung gegen die Pläne von Kreisschuldezernenten Matthias Zach (Grüne), die Grundschule in Hintersteinau zu schließen, aufgerufen.

Dabei wurde deutlich, dass die örtliche Schule den Hinter-steinauern eine Herzensangelegen-heit ist. Hunderte von Bürgern sowie die Schüler mit ihren Eltern waren gekommen, um sich gegen die Schließungspläne zur Wehr zu setzen. „Kein Aus für unsere Schule“ war auf einem am Schulgebäude befestigten großen Transparent zu lesen. Mit zahlreichen Plakaten mit Aufschriften wie „Wir wollen nicht, dass diese Schule geschlossen wird“, „Wir brauchen diese Schule“ oder „Stirbt die Schule, stirbt das Dorf“ protestierten Kinder und Erwachsene gegen die Schließungspläne.
Christine Bär-Fehl, Sprecherin des Elternbeirats, freute sich in ihrer Begrüßung über die gute Resonanz der Protest-veranstaltung. Wie sie sagte, gelte es, sich gegen die Schließung zur Wehr zu setzen. „Wir lassen uns das nicht einfach gefallen“. Sie verweist darauf, dass die Schule in Hintersteinau in 1996 durch viel Eigeninitiative und Eigenleistung durch viele freiwillige Helfer neu gebaut worden sei. Zudem werde qualitative hervorragende Arbeit geleistet, dies sei erst im vergangenen Jahr bei der Schulinspektion wieder festgestellt worden. Besonders verurteilt wird, dass man über die Schließungs-pläne aus der Zeitung erfahren habe.

Diesbezüglich zeigte sich auch Steinaus Bürgermeister Walter Strauch (SPD) enttäuscht über Kreisbeigeordneten Zach. So könne man nicht miteinander umgehen. „Die Hintersteinauer Schule ist ein Vorzeigeobjekt bürgerlichen Gemeinsinns. Sie ist in Eigenleistung gebaut worden und darf nicht geschlossen werden“, sagte Strauch. Man dürfe den ländlichen Raum nicht noch mehr verkommen lassen. „Ich kämpfe für den Erhalt der Grundschulen in Hintersteinau und Marjoß“, betonte Strauch.

„Es gilt, sich über die Parteigrenzen hinweg für den Erhalt unserer Schule einzusetzen“, sagte der Hinter-steinauer Ortsvorsteher Alexander Link. „Wir können nicht nur eine Schule bauen, wir müssen sie auch erhalten“ rief Link den Versammelten unter großem Applaus zu. Er habe bereits in Telefongesprächen gegenüber Landrat Pipa und Schuldezernent Zach seinem Unmut Luft gemacht. „Wir müssen Zeichen setzen“, so Link. Schulschließungen bewirkten noch eine Verstärkung des demografischen Wandels. Auch Tobias Betz rief in seiner Funktion als Kreistagsabgeordneter zum Widerstand auf. „Hier wird eine gute pädagogische Arbeit geleistet“, sagte der ehemalige Ortsvorsteher und Lehrer Karl-Wilhelm Weimann. Hunderte von Bürgern trugen sich in eine Unterschriftenliste für den Erhalt der Schule ein.

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Auf eine große Resonanz stieß gestern Abend in Hintersteinau eine Protestveranstaltung gegen die beabsichtigte Schließung der örtlichen Grundschule.

CDU will Dorfschulen im Stadtgebiet erhalten

Die Unterrichtsqualität ist gut

Nach dem Aus für die Uerzeller Grundschule will Schuldezernent Matthias Zach nun auch noch die Grundschulen in Marjoß und Hintersteinau schließen. Die Steinauer CDU-Fraktion lehnt diese Schließungen ab und fordert die örtlichen Sozialdemokraten zum gemeinsamen Widerstand gegen die Pläne der Kreisregierung auf.

„Die Unterrichtsqualität in den kleinen Dorfschulen ist gut und die Schüler gehören auf den weiterführenden Schulen regelmäßig zu den Besten eines Jahrgangs. Solange ausreichend Kinder vor Ort sind und die Lehrerzuweisung sichergestellt ist, gibt es keinen Grund zu weiteren Schulschließungen“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Tobias Betz und sein Fraktionskollege Christoph Schneider aus Marjoß. Die Eltern wüssten, dass ihre Kinder in den örtlichen Schulen gut aufgehoben sind. Die Hintersteinauer hätten sich bereits frühzeitig für die Erhaltung ihrer Schule entschieden und auch selbst angepackt. „Ein Schulneubau in Eigenleistung der Dorfgemeinschaft ist wohl einmalig im ganzen Kreis“, ergänzt die Hintersteinauer CDU-Stadtverordnete Ilona Kress. Nach dem Rückzug des Schlüchterner Amtsgerichts wäre dies der nächste Verlust für den ländlichen Raum. Im Steinauer Stadtgebiet gäbe es dann nur noch die beiden Schulen in Ulmbach und Steinau.

Die endgültige Entscheidung über die Schließung weiterer Grundschulen treffe der Kreistag. Die CDU-Kreistagsfraktion lehne die Pläne der Koalition aus SPD, Grünen und Freien Wähler ab und setze sich für die Erhaltung der wohnortnahen Grundschulen ein. Der CDU-Kreistagsabgeordnete Tobias Betz: „Im Interesse der Kinder und Eltern sollten wir uns gemeinsam für die Erhaltung der kleinen Grundschulen im Stadtgebiet einsetzen. Wenn die anderen drei Steinauer Kreistagsabgeordneten Heinz Lotz, Sonja Senzel und Alexander Happ die Pläne ihres Koalitionspartners ablehnen, dann wackelt die knappe Mehrheit für die Schließung weiterer Schulen im Kreistag ganz gewaltig.“ Der Steinauer SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Link müsse dies seinen Parteifreunden nochmals klar machen. Wenn es Link gelinge, seine Leute zu überzeugen die Steinauer Interessen höher als die Interessen der Kreis-SPD zu gewichten, dann wären wir einen großen Schritt weiter. Denn auch aus dem Sinntal und Bad Soden-Salmünster gäbe es Widerstand.